Lagertagebuch 2009

„Wild Wild Ameland“

Liebes Tagebuch,

6. Eintrag:  08.August 2009

Jetzt haben wir uns lange nicht gemeldet. Entschuldigung! Aber es liegt eine ereignisreiche
Woche hinter uns.
Am Sonntag bekamen wir hohen Besuch aus Borken: Wir durften Kanonikus Limberg unter uns
begrüßen, welcher unter der Assistenz von Lagerdiakon Peters sowohl im Jula als auch im
Mäla die hl. Messe zelebrierte. Entgegen der Planungen konnten wir den Gottesdienst nicht
gemeinsam auf dem Zeltplatz der Jungen feiern, weil das Wetter uns einen Strich durch die
Rechnung machte.
Ab Montag wurde das Wetter aber wirklich herrlich. So konnten die Jungs sich am
Montagmorgen erst einmal für eines der Projekte entscheiden, die die Betreuer vorbereitet
hatten: Inselerkundung, Werken und Basteln standen auf dem Programm.
Am Nachmittag konnten wird dann wiederum hohen Besuch erwarten. Erstmalig besuchte uns das
Mäla. So standen die Jungs gegen 15.30h im Spalier bereit, um die Mädchen zu begrüßen.
Dann wurden Mannschaften für die Olympiade gebildet, die bis zum Abendessen den nächsten
Programmpunkt bildete. Bezüglich des Essens hatte sich die Küche an diesem Abend etwas
Besonderes überlegt: es gab Gegrilltes mit verschiedenen Salaten. Diese Stärkung muss
sehr gut gewesen sein, da sie sich sofort in pure Energie umwandelte. Unmittelbar nach
den Essen entfesselte sich nämlich eine Wasserschlacht wie sie das Jula jedenfalls in
diesem Jahr noch nicht gesehen hat. Da blieb im wahrsten Sinne des Wortes kein Auge mehr
trocken!
Am Dienstag fand morgens ein Stationsspiel statt, während wir mittags erneut an den
Strand gehen konnten. Sonne, Sand und Wasser – was will man mehr?
Seit Mittwoch müssen wir das Programm leider ein wenig einschränken, da sich im Jula
wie im Mäla einzelne Krankheitsfälle breitmachen. Im Mäla treiben Läuse ihr Unwesen,
während es sich im Jula um einen Magen-Darm Infekt handelt. Das ist aber in beiden
Fällen kein Grund zur Beunruhigung. Beides befindet sich unter Kontrolle und ist schon
wieder auf dem Rückzug.
So können wir uns heute Nachmittag endlich auch wieder mit den Mädchen treffen, um das
Schützenfest zu feiern, das wir Mittwoch vorsichtshalber abgesagt hatten. Am Abend steht
dann auch noch eine gut vorbereitete Nachtwanderung an. Der Schrecken wird einigen
sicherlich gehörig in die Schuhe fahren.
Trotz allen Zwischenfällen und Programmänderungen ist die Stimmung weiterhin wirklich
gut. Wir freuen uns auf die noch verbleibenden Tage.
Herzliche Grüße aus Buren nach Borken,
Erkios Mintos, Sheriff

Liebes Tagebuch,

5. Eintrag:  03.August 2009

In den letzten Tagen haben wir so viel gemacht, dass ich leider keine Zeit hatte dir zu
schreiben. Ich hoffe das kann ich in den nächsten Tagen noch alles berichten, wenn ich mal
wieder Zeit finde.
Bis dahin habe ich erst mal Fotos gemacht:(Fotos vom Lager 2009 finden sie in unseren Diashows)
Bis bald,
Erikos Mintos, Sheriff

Liebes Tagebuch,

4. Eintrag:  01.August 2009

Der erste Disco-Abend zusammen mit den Mädchen vom Mäla am vergangenen Donnerstag war
für die meisten wohl der Höhepunkt des bisherigen Lagerprogramms. Zu den verschiedensten
Klängen kam es dabei zur ersten richtigen Begegnung zwischen Jungs und Mädels. Und siehe
da, Sätze wie: „Mäla ist blöd“ – „Die wollen wir überhaupt nicht treffen“ sind nun
verstummt und haben sich verwandelt in: „Wann ist die nächste Disco?“
Am Donnerstagabend haben die Mädchen übrigens noch ein großes Problem bekommen: schneller
als alle reagieren konnten, hatten unsere Jungs die Fahne des Mälas in ihre Gewalt
gebracht. Nun müssen die Mädchen erst einmal etwas bieten…
Gestern war das Wetter dann wieder herrlich! Dennoch mussten morgens erst einmal die
Zelte aufgeräumt werden. Gewinner waren die drittjüngsten.
Am Nachmittag stand dann Nes auf dem Programm. Begeistert durchstöberten die Kinder
die Läden, genehmigten sich ein Eis und brachten ihre 3€ auf vielfältige Weise an den
Mann.
Nach den Sportspielen am Abend waren alle dann endgültig erschöpft und fielen froh
und zufrieden in die Betten – oder bessergesagt: Matten.
Heute geht es zum ersten Mal zum Schwimmen an den Strand. Alle freuen sich schon,
gleich geht`s los.
Bis dann,
Erikos Mintos, Sheriff

Liebes Tagebuch,

3. Eintrag:  30.Juli 2009

Nach einer ersten Nacht in den Zelten, die für die meisten doch eher kurz ausfiel
(muss an der großen Ankommensfreude gelegen haben…), stand gestern erst einmal das
Bauen von Schuhkästen auf dem Programm, da die Schuhe in den Zelten bekanntlich nichts
zu suchen haben. Das erwies auch schon sehr bald als notwendig, da das Wetter sich im
Gegensatz zum Ankunftstag nicht von seiner besten Seite zeigte.
Am Nachmittag konnten alle Cowboys dann zum ersten Mal unter Beweis stellen, wie es um
ihre Kondition bestellt ist. Im sog. Geländespiel mussten sie in Gruppen alle elf Leiter
suchen, die sich z.T. mit Tarnkleidung ausgerüstet versteckt hatten. Eine nicht einfache
Aufgabe, die aber schließlich doch erfolgreich gelöst wurde, wenn auch nicht ohne
Anstrengung. „Ich kann nicht mehr“ war einer der am häufigsten gebrauchten Wendungen.
Zur Entspannung gab es dann am Abend ein Hörspiel in den Dünen – um 22.00h war Bettruhe.
Die Nacht verlief allerdings nicht so ruhig wie ersehnt. Gegen 3.00h zog ein heftiges
Gewitter über unseren Lagerplatz, das außer ein paar Unbeirrbare alle aufschreckte und
senkrecht auf der Isomatte stehen ließ. Der Spuk war aber schnell vorbei und verlief
ohne bleibende Schäden.
Heute standen dann Sportspiele auf dem Programm, die allerdings immer wieder von Schauern
unterbrochen wurden. Am Nachmittag zeigte dich der Himmel dann aber von seiner etwas
freundlicheren Seite, so dass das erste Treffen von Jula und Mäla stattfinden konnte.
Mit lauten Schlachtrufen, die das Mäla weit übertönten, wurden die Mädchen auf einer
Waldlichtung begrüßt. Scheu und distanziert schien die erste Begegnung, dann aber
fand man sich zum gemeinsamen Fantasy-Rollenspiel ein, das Jungs und Mädels nun doch
einander näher brachte. Mal schauen, was sich heute beim gemeinsamen Abendessen und der
Disco im Mäla noch so ereignet. Es bleibt spannend…
Herzliche Grüße und bis bald,
Erikos Mintos, Sheriff

Liebes Tagebuch,

2. Eintrag:  29.Juli 2009

Nach einer problemlosen Busfahrt sind wir gestern schon gegen 11.30h an der Fähre in Holwerd angekommen – so früh, dass wir sogar dem gerade abfahrenden Schiff noch winken konnten…Die zwei Stunden Wartezeit gingen aber schnell vorüber, denn Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude.
Um 14.30h war dann endlich das Ziel unserer Fahrt erreicht. Bei allerbestem Wetter konnten wir von Nes zu unseren Lagern aufbrechen, wo uns der TT einen schönen Empfang bereitete. Nun war die Begeisterung bei Kindern und Leitern ganz und gar zu sehen. Mit großer Neugier wurden Lagerplatz, Dünen und Ausblick inspiziert, die Räume und Zelte bezogen und die ersten Spiele gestartet.
Am Abend stand dann ein erster Gang zum Strand auf dem Programm. Bei schönstem Sonnenlicht boten Meer, Dünen und Sand eine herrliche Kulisse zum Burgenbauen, Graben und Spielen.
Heute ist das Wetter nicht ganz so gut. Gerade hat es ein wenig angefangen zu regnen, der Stimmung tut das aber keinen Abbruch. Wir sind weiterhin gespannt auf gut zwei Wochen Ameland, wo sich alle in diesem Jahr auf die Reise in den Wilden Westen begeben. Wir sind gespannt, welche Gruppe am weitesten vordringt…

Herzliche Grüße nach Borken,
Erikos Mintos, Sheriff

Liebes Tagebuch,

1. Eintrag:  27.Juli 2009

Morgen geht es endlich los: WILD WILD AMELAND. In den nächsten 18 Tagen werde ich
versuchen dir so oft wie möglich zu schreiben. Vor allem wie weit wir bei der jagt
auf die Ganovenbrüder John, Jim und Jack Mill sind.

Ich hoffe wir werden die Glühbirne des Leuchtturms schnell wiederfinden, damit die
Schiffe vor Ameland nicht auf Grund laufen und wir uns endlich so richtig erholen können.
Ich spüre aber, dass dies nicht das einzige Abenteuer sein wird, was wir in naher Zukunft
erleben werden. Aber zusammen mit den vielen Helfern die morgen mit mir Richtung Sonne
reiten werden, kann ich jedes Abenteuer bestehen!

Wenn ich in den Himmel schaue bin ich sehr optimistisch. Er ist blau und es sind keine
Wolken zu sehen. Diesen Himmel wünsche ich mir für die nächsten 18 Tage, da Regen und
Wind nur ein Hindernis für die vielen spannenden Ereignisse in der nächsten Tagen sein
werden.

Bis auf Ameland,
dein Erikus Mintos